Übersicht über die Austauschaktivitäten mit Messkirch seit der Entstehung der neuen Stadt Kahoku



Die Datumsangaben beziehen sich auf die Dauer des Aufenthalts im jeweils anderen Land.



Index der Austauschaktivitäten

Jugendaustausch von Meßkirch nach Kahoku (Oktober 2013)

Jugendaustausch von Kahoku nach Meßkirch (Oktober 2012)

Erwachsenenaustausch von Meßkirch nach Kahoku (Mai-Juni 2012)

Jugendaustausch von Meßkirch nach Kahoku (24.Oktober - 3.November 2011)

Besuch einer offiziellen Delegation zum 750-järigen Stadtjubiläum in Meßkirch (14.-17.Juli 2011) und Erwachsenenaustausch (14.-20.Juli 2011)

Jugendaustausch von Kahoku nach Meßkirch (28. September - 07. Oktober 2010)

Jugendaustausch von Meßkirch nach Kahoku (18.- 27. Oktober 2009)

Erwachsenenaustausch von Meßkirch nach Kahoku (24. Mai - 4. Juni 2009)

Jugendaustausch von Kahoku nach Meßkirch (16.- 23. September 2008)

Jugendaustausch von Meßkirch nach Kahoku (21.- 30. Oktober 2007)

Besuch einer offiziellen Delegation in Kahoku (30. Mai- 4. Juni 2007) und Erwachsenenaustausch (30. Mai- 8. Juni 2007) von Meßkirch nach Kahoku

Jugendaustausch von Kahoku nach Meßkirch (3.- 11. Juli 2006)

Besuch einer Delegation zum 30. Todestag Martin Heideggers in Messkirch (24.- 27. Mai 2006) und Erwachsenenaustausch (24.- 31. Mai 2006) von Kahoku nach Meßkirch

Zwanzigjähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft in Meßkirch (30. September - 6. Oktober 2005)

Erwachsenenaustausch von Meßkirch nach Kahoku (16.- 25. Mai 2005)

Jugendaustausch von Meßkirch nach Kahoku (15.- 22. März 2005)

Neuabschluss des Städtepartnerschaftsvertrages in Kahoku (3.- 8. Juli 2004)



Die Austauschaktivitäten im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Kahoku und Messkirch werden mit Unterstützung der Vereinigung zur Förderung des Internationalen Austauschs in Kahoku durchgeführt.


Jugendaustausch von Meßkirch nach Kahoku (24.Oktober - 3.November 2011)

Die Freude über diesen Besuch war auf beiden Seiten besonders groß, hatte es doch im Vorfeld Zweifel gegeben, ob er überhaupt wie geplant stattfinden würde.
Aufgrund des Atomunglücks in Fukushima als Folge des Tsunami nach dem schweren Erdbeben im März 2011waren auf deutscher Seite Unsicherheiten bezüglich eines Japanbesuchs entstanden. Glücklicherweise konnten diese ausgeräumt werden; nicht zuletzt durch den Besuch von Herrn Bürgermeister Aburano in Meßkirch zum 750-jährigen Stadtjubiläum im Juli 2011.


Erster Tag:

Am 24. Oktober 2011 landeten 15 Jugendliche sowie ihre beiden Lehrer aus Kahokus Partnerstadt am Kansai-Flughafen in Osaka. Bei den Teilnehmern des Jugendaustausches handelte es sich um Schülerinnen und Schüler des Martin-Heidegger-Gymnasiums und der Grafen-von-Zimmern-Realschule in Meßkirch.

Gespannt auf das, was da vor ihnen liegen würde, aber auch müde von der langen Reise wurden sie von Mitarbeitern der Stadt Kahoku am Flughafen empfangen. Zur Stärkung führte sie der erste Weg in ein Restaurant. Dort gab es, wie sollte es anders sein, eine DER Spezialitäten Osakas: Okonomiyaki.
Oft wird dieses Gericht etwas irreführend als "japanische Pizza" bezeichnet. Es besteht hauptsächlich aus Teig und Gemüse, die in einer Schüssel zusammen gemixt und vor dem Braten auf einer heißen Platte (Teppan) mit Fleisch, Käse, Ei oder Shrimps verfeinert werden können.

Für alle Schüler, jedoch nicht für die schon Japan-erprobten Lehrer Annemarie Diener und Franz Meier, war es etwas Unbekanntes, auf dass es jetzt sich einzulassen galt. Besonders die langen Shrimps, die man aus Deutschland nicht unbedingt kennt, waren für einige eine Herausforderung.

Nach dem ersten exotischen Essen war noch ein kleiner Abendspaziergang auf der wohl buntesten Fußgängerzone Osakas, der Dotonbori, angesagt. Schließlich ging es für die deutschen Gäste zur Übernachtung ins Hotel.














Zweiter Tag, 25. Oktober 2011:

Schon früh morgens ging die Reise weiter - vom bunten, lebhaften Osaka in eine der kulturträchtigsten Städte Japans: die alte Kaiserstadt Kyoto.

Dort konnten die Schülerinnen und Schüler einige der berühmtesten historischen Bauwerke Japans bestaunen: den Kiyomizu-Tempel (Bild oben), das Nijo-Schluss und seine Gartenanlage (Bild Mitte), den Goldenen Pavillon und den malerischen Stadtteil Arashiyama mit seiner markanten Holzbrücke.

Nach einem traditionellen Mittagessen in Arashiyama wurde es dann aber auch langsam Zeit, sich auf den Weg nach Kahoku zu begeben. Die Meßkircher stiegen in froher Erwartung auf das abendliche Willkommenstreffen mit ihren Gastfamilien in den Bus und los ging es nach Kahoku.

Nach einer ca. vierstündigen Fahrt mit zwischenzeitlicher Abendbrot-Pause konnten die Schüler sowie ihre beiden Lehrer am Ende des langen Tages schließlich ihre Gastfamilien begrüßen. Zum Empfang hatten ihnen diese kleine Willkommensbotschaften geschrieben.
Da einige deutsche und japanische Schüler sich bereits vom vorigen Austausch in Meßkirch kannten, war bei ihnen die Wiedersehensfreude groß.
Nach der Begrüßungszeremonie begleiteten jeweils zwei deutsche Jugendliche ihre Gastfamilie nach Hause. Alle waren gespannt auf diesen ersten Abend, diese erste Nacht im Hause der japanischen Familien...


Dritter Tag, 26. Oktober 2011:

Dieser Mittwoch begann mit dem offiziellen Empfang der Meßkircher Schülerdelegation im Rathaus von Kahoku durch Herrn Bürgermeister Waichiro Aburano, weitere Vertreter der Stadt sowie auch der Direktoren aller drei in Kahoku befindlichen Mittelschulen.

Nach den Grußworten seitens der Gastgeber und Gäste überreichte Frau Annemarie Diener die aus Deutschland mitgebrachten Gastgeschenke. Darunter war auch eine DVD mit dem Titel "Da Sein" über Meßkirch und seine Bürger. Sie war anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums produziert worden.
Im Anschluss an die formellen Grüße war den Jugendlichen die Gelegenheit gegeben, mit einigen Stadträten sowie den Direktoren der drei Mittelschulen Kahokus ins Gespräch zu kommen. Dabei konnten sie so einiges über Japan und dessen Schlsystem in Erfahrung bringen.

Mehr Informationen zur japanischen Partnerstadt gab es dann in einem kurzen Vortrag von Katja Schneider, der "Koordinatorin für Internationale Beziehungen" in Kahoku.
Am Ende des offiziellen Programms lud Bürgermeister Aburano die Gäste in sein Büro, erklärte ihnen interessante Details zu seiner Stadt an der Luftkarte und natürlich gab es ganz zum Schluss ein Erinnerungsfoto.

Damit war der Empfang im Rathaus beendet und es folgte eine Stippvisite ganz anderer Art: und zwar im Unoke-Kindergarten.
Hier ging es beim Tanzen und Spielen mit den Kids sehr lebhaft zu. Besonders Herr Meier, Sportlehrer am Meßkircher Gymnasium, versetzte alle mit sportlichen Tricks ins Staunen. Im Anschluss an das Programm aßen die deutschen Schüler gemeinsam mit den Kids zu Mittag. Für viele der Gäste sollte der Besuch des Kindergartens eines der schönsten, wenn nicht gar DAS Schönste Erlebnis ihres Japanaufenthalts werden.

Der Abschied von den Kids war nicht leicht, und auch der nächste Progammpunkt hatte es in sich - wenn auch in völlig anderer Hinsicht.
Es wartete eine Besichtigung des in Kahoku ansässigen Unternehmens "Fujitsu IT Products". Hier erhielten die Schüler eine Führung durch die Produktionshallen, in welchen bis Juni 2010 der Supercomputer "Kei" gebaut wurde. Er ist einer der schnellsten Hochleistungsrechner der Welt und wird seit Herbst 2010 in einem naturwissenschaftlichen Forschungszentrum in Kobe eingesetzt.

Am späteren Nachmittag statteten die Gäste aus Meßkirch der Kahokudai Mittelschule einen Besuch ab. Dort fand zu diesem Zeitpunkt gerade das jährliche Kulturfest statt - eine gute Gelegenheit, künstlerische Ausstellungsstücke und musikalische Beiträge der japanischen Schüler zu bestaunen sowie mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Zum krönenden Abschluss nahmen die deutschen Schüler an einer Teezeremonie teil, bei der sie zum ersten Mal japanischen grünen Mattcha-Tee probierten. Auch wenn dieser und die dazu gereichten traditionellen Süßigkeiten nicht den Geschmack eines jeden trafen, so nahmen am Ende des Tages doch alle sehr positive Erinnerungen mit zu ihren Gastfamilien.




























Vierter Tag, 27. Oktober 2011:

Für die 15 Schülerinnen und Schüler aus Meßkirch ging es an diesem Tag zu einem langen Ausflug auf die Noto- Halbinsel. "Noto" - das ist die Bezeichnung des oberen Teils der Präfektur Ishikawa, der wie ein Bumerang in der Mitte der Hauptinsel Honshu ins Japanische Meer hineinragt.
Die Gegend ist sehr ländlich und mit zahlreichen Naturschönheiten gesegnet. Eine davon ist das Ganmon, ein großer, in der Mitte ausgehöhlter Fels im Meer. Dorthin unternahmen die deutschen Gäste eine Bootsfahrt, bevor es auf der Insel Notojima zum Meeresangeln ging.
Obwohl es für die kaum "meereserprobten" Meßkircher Jugendlichen das erste Angelerlebnis dieser Art war, gelang einigen von ihnen der ein oder andere beachtliche Fang!

Nach dem Angeln war allerdings noch nicht Schluss mit Fischen, denn es folgte ein Besuch im Meeresaquarium auf Notojima. Dort konnte man neben vielen anderen Meeresbewohnern unter anderem einen ca. fünf Meter langen Walhai bestaunen.

Dank des schönen Wetters an diesem Tag kamen die Meßkircher Schüler auch beim Nachmittagsprogramm mit dem kühlen Nass in Berührung. Der Strandbesuch, der auf der Rückfahrt nach Kahoku stattfand, endete für einige Meeres-Begeisterte mit nassen Hosen. Aber bei diesem nur "halben" Badespaß wollten sie es nicht belassen, wie sich am nächsten Tag zeigen sollte.

Zuvor gab es am Abend ein Treffen mit den Teilnehmern des Schüleraustausches in Meßkirch ein Jahr zuvor.
Auf beiden Seiten war die Freude über das Wiedersehen groß. Bei dieser Gelegenheit wurden nicht nur Geschenke ausgetauscht, sondern auch gemeinsame Erlbenisse und Erinnerungen aufgefrischt. Einen denkwürdigen Abschluss erhielt der lebhafte Abend durch ein Feuerwerk, das die japanischen Schüler zur Überraschung ihrer deutschen Freunde mitgebracht hatten.


Fünfter Tag, 28. Oktober 2011:

Es sollte ein langer japanischer Schultag für die Realschüler und Gymnasiasten aus Meßkirch werden - allerdings ohne regulären Unterricht, dafür aber mit einem unvergesslichen Kulturangebot.

Das Programm in der Takamatsu-Mittelschule begann mit einem Antrittsbesuch beim Direktor und führte die deutschen Gäste weiter in den Englischunterricht der achten Klasse. Durch Spiele zum gegenseitigen Kennenlernen und der Vorstellung ihres jeweiligen Heimatlandes kamen sich die deutschen und japanischen Schüler einander näher.

Aufgelockert durch diese ersten Unterrichtsbegegnungen, konnten sich die Meßkircher Besucher nun in der nächsten Stunde in einer traditionellen japanischen Sportart versuchen: dem Fechten mit dem Bambusschwert (Kendo).
Während einige Jungen aufgrund guter Haltung und Technik von ihren japanischen Trainingspartnern sogleich gelobt wurden, dauerte es bei den Mädels etwas länger, bis sie sich daran gewöhnt hatten ihr Gegenüber mit dem Holzschwert zu schlagen. Nach einer Weile war jedoch von den anfänglichen Hemmungen nichts mehr zu spüren und es gab am Ende einige weibliche Stimmen, die meinten: "So einen Sport sollte es an deutschen Schulen auch geben."

Nach dem Ausflug in die japanischen Kampfkünste ging es wieder ruhiger zu. Beim Origami, der japanischen Papierfaltkunst, stellten die jungen deutschen Gäste gemeinsam mit japanischen Schülern kunstvoll kleine Boote und komplizierte Kraniche aus Papier her.

Im Anschluss an den Schulbesuch ging es zum letzten Programmpunkt des Tages: der Besichtigung des Meeres-und Küstenmuseums in Nanatsuka, einem Stadtteil von Kahoku.
Dort konnten sich die Meßkircher Besucher zum einen interaktiv über die Lebensweise der Fischer im frühen 20. Jahrhundert informieren. Zum anderen sorgte das Bemalen von Glaskugeln für erneute kreative Betätigung. Ihre Kunstwerke durften die Schüler später zum Andenken mit nach Hause nehmen.

Letztlich endete der Tag mit einem lange ersehnten Bad im Meer vor dem Hintergrund eines zauberhaften Sonnenuntergangs.
Von den Wassertemperaturen, die gegen Ende Oktober keine Japanerin und keinen Japaner mehr zum Baden locken, ließen sich die Jugendlichen nicht abschrecken. Dafür war ihnen die Gelegenheit, im Meer schwimmen zu können, einfach zu kostbar.













Sechster und siebter Tag, 29. und 30. Oktober:

Das auf die ersten programmgefüllten Tage folgende Wchenende wurde von den Gastfamilien und ihren deutschen Gästen in vielfältiger Art und Weise zur Freizeitgestaltung genutzt.
Einige traf man auf dem Kulturfest an der Kahokudai-Mittelschule, andere zog es in den Ishikawa-Zoo, der sich im Süden der Präfektur befindet.
Wieder andere gingen zum Karaoke-Singen oder hatten Spaß bei Badminton und Volleyball in einer der zahlreichen Sporteinrichtungen in Kahoku.














Achter Tag, 31. Oktober:

Ein ganzer Tag in der Präfekturhauptstadt Kanazawa!
Sie ist mit ca. 450.000 Einwohnern die größte Stadt der Präfektur Ishikawa sowie auch deren politisches und kulturelles Zentrum.

Auf die Schülerdelegation aus Meßkirch warteten hier zahlreiche Schätze der japanischen Kultur: Gleich am Morgen stand ein Besuch in Higashi Chaya-gai, dem berühmten Tee-Viertel an, wo die Schüler unter anderem die Herstellung und Verarbeitung von Blattgold bestaunen konnten. Dieses Handwerk ist ein bedeutender Kunstzweig Kanazawas und hat hier seit Ende des 16. Jahrhunderts Tradition. Die filigrane Technik des Vergoldens von Figuren, Gegenständen und Geschirr ließ die Gäste nicht unbeeindruckt. Am Ende durften sie sogar selbst kleine Bilder unter der Verwendung der hauchdünnen Goldblättchen herstellen.

Nach dem kreativen Teil des Vormittags ging es weiter mit der Besichtigung des alten Samuraiviertels der Stadt. Samurai gibt es in Japan zwar nicht mehr, aber in Kanazawa kann man sehen, in welchen Arten von Häusern sie damals mit ihren Familien gelebt haben.
Im Anschluss an diesen Spaziergang gab es für die Schülerinnen und Schüler aus Meßkirch einen Besuch im bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, dem Kenrokuen-Garten. Er gilt als einer der drei schönsten Gärten Japans. Und der Zeitpunkt des Besuches hätte besser nicht sein können um die Färbung des Herbstlaubes - besonders der japanischen Ahornbäume - zu bewundern.

Der Rest des Tages dürfte nach dem langen Kulturprogramm ganz nach dem Geschmack der jungen Gäste gewesen sein, denn er klang in einem großen Einkaufszentrum der Stadt aus. Hier konnte man nach Lust und Laune nicht nur in zahlreichen Geschäften die japanische Warenwelt erkunden, sondern auch mit ein paar offenherzigen Oberschülern plaudern.



Neunter Tag, 1. November:

Der Morgen des ersten Novembertages war mit Sonnenschein gesegnet. Genau das richtige Wetter, um sich im "Kyudo" zu versuchen, dem japanischen Bogenschießen.
Zu Beginn gab es eine kleine Vorführung der Herren des Schützenclubs in Takamatsu (Kahoku). Dann waren die Meßkircher Gäste an der Reihe, es ihnen gleich zu tun. Den meisten Schülern fiel es nicht leicht, den ungewöhnlich großen Bogen so langsam und grazil zu spannen wie die Profis. Mit etwas Übung aber gelang es einigen der Jugendlichen, nicht nur die Zielscheibe, sondern sogar deren Mitte zu treffen.

Nach der kontemplativen Sporteinlage und einem Mittagessen folgte ein Besuch im Nishida-Kitaro-Philosophiemuseum. Vor der Besichtigungstour stand allerdings noch eine ganz besondere Zeremonie an: Die deutschen Schüler pflanzten gemeinsam mit Herrn Bürgermeister Aburano einen Lindenbaum vor dem Museum und sangen mit den Mitgliedern der Kahoku-Chorgruppe das passende deutsche Volkslied "Am Brunnen vor dem Tore".
Anschließend folgte eine von Direktor Oki geleitete Führung durch das Nishida-Kitaro-Philosophiemuseum. Hier erfuhren die Gäste aus der Geburtsstadt Martin Heideggers nicht nur viel über den Denker Nishida und sein Leben, sondern wurden auch über die Unterschiede zwischen westlicher und östlicher Philosophie unterrichtet.

Im Anschluss an die Führung durften die Schülerinnen und Schüler das fünfte Stockwerk des Museums mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Stadt Kahoku und deren Umgebung nutzen, um ihr Programm für die nahende Abschiedsfeier einzustudieren. Danach ging es für alle wieder zurück zu ihren Gastfamilien.



















Zehnter Tag, 2. November:

Zum Ende ihres Besuchs in Kahoku wurde von den Schülerinnen und Schülern aus Meßkirch einiges erwartet:
Am Morgen ihres letzten Tages in Kahoku ging es zu einem Besuch in die Unoke-Grundschule, wo etwa 800 Kinder die Gäste zu einem Gesangswettbewerb begrüßten. Die deutschen Beiträge "Am Brunnen vor dem Tore" sowie der Kanon "Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König" sorgten bei den japanischen Grundschülern für Erstaunen, liefen aber im Wettbewerb natürlich außer Wertung.
Nach dem Auftritt blieb nicht viel Zeit, denn es wartete bereits der nächste an der Unoke-Mittelschule. Auch hier wurden die Meßkircher Schüler sowie ihre Lehrer Frau Diener und Herr Maier auf die Bühne gebeten. Es galt nun, in einem bebilderten Vortrag die beiden Meßkircher Schulen vorzustellen.

Nach dem Mittagessen war mit einem Spaziergang an der historischen Stätte "Oumi Nishiyama Yayoi no Sato" etwas Entspannung angesagt. Nebenbei konnte man sich über das japanische Altertum informieren und den Nachbau einer Behausung aus der Yayoi-Zeit (ca.300 v.Chr.-300 n.Chr.) bestaunen.

Der Ausflug in die frühe Geschichte in den Hügeln des Stadtteils Takamatsu markierte das Ende des Ausflugsprogramms in Kahoku. Den restlichen Teil des verbleibenden Nachmittags konnten die deutschen Gäste zum Packen nutzen, bevor am Abend die Abschiedsfeier stattfand.

Diese war geprägt von einem bunten Programm und zahlreichen Beiträgen: Lieder und Tänze aus Japan und Deutschland, bewegende Worte von Herrn Bürgermeister Aburano und Herrn Maier sowie der Übergabe von Erinnerungsgeschenken. Einige der Mädels und Jungen kamen gar in traditioneller japanischer Bekleidung: Kimono für die Damen und Jimbei für die Herren.
Der denkwürdige Abschluss eines erfüllten Jugendaustausches.




Erinnerungsfoto aller Teilnehmer des Jugendaustausches 2011 in Kahoku, zusammen mit Herrn Bürgermeister Aburano (vorderste Reihe, Mitte).

Elfter Tag: 3. November:

Bereits in den frühen Morgenstunden war es für alle Beteiligten des Schüleraustausches 2011an der Zeit, Abschied zu nehmen.
Neben den Gastfamilien und Vertretern der Stadt waren auch zahlreiche Mitglieder des Internationalen Vereins gekommen, um den Schülern und ihren beiden Lehrern eine gute Rückreise nach Meßkirch zu wünschen.

Im Zeichen des Abschieds und den Erinnerungen an die schöne gemeinsame Zeit konnte man auf beiden Seiten sowohl in weinende als auch in lachende Gesichter blicken. Ob traurig oder fröhlich; allen lag der gleiche Wunsch auf den Lippen, sich eines Tages wieder sehen zu wollen.

Für die Schülerinnen und Schüler aus Meßkirch war jedoch mit der Abreise aus Kahoku noch nicht ganz der Abschied von Japan gekommen. Per Reisebus ging es in die Universal Studios nach Osaka, wo sich die Jugendlichen noch einen halben Tag austoben konnten, bis sie am Abend zum Kansai-Flughafen gebracht wurden. Dort ging ihr langer Rückflug in die Heimat gegen Mitternacht. Nach dem Besuch der Universal Studios dürften auf diesem zumindest einige von ihnen gut geschlafen haben.







Namen der am Schüleraustausch 2011 in Kahoku beteiligten 10 japanischen Gastfamilien und ihrer deutschen Gäste (15 SchülerInnen, 2 Erwachsene):
Familie NITTA Moritz Binkele
Familie YAMAZAKI Julia Dufner und Gloria Huppelsberg
Familie UCHIDA Alisa Hensler und Kristina Kramer
Familie HAMADA Anika Räffle und Laura Rehm
Familie MORI Rebecca Roscher und Sarah Van de Gabel
Familie OKINO Michelle Wegner und Alina Heim
Familie AOSAKI Thomas Boos und Fabian Rock
Familie TERANISHI Katrin Penner und Magdalena Hog
Familie SAKAI Franz Maier
Familie NAGARA Annemarie Diener


Besuch einer offiziellen Delegation zum 750-jährigen Stadtjubiläum in Meßkirch (14.- 17. Juli 2011) und Erwachsenenaustausch (14.- 20. Juli 2011)

Die Stadt Meßkirch kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken; sie feierte im Jahr 2011 mit zahlreichen Veranstaltungen ihr 750-jähriges Stadtjubiläum.
Im Juli folgte eine offizielle Delegation aus Kahoku der Einladung in die Partnerstadt, um gemeinsam mit den Meßkirchern den Höhepunkt des Festjahres zu begehen.
Die Delegation bestand aus Herrn Bürgermeister Aburano, zwei Abgeordneten des Stadtrates, dem Schulrat sowie zwei Mitarbeitern der Stadtverwaltung.
Zusammen mit der offiziellen Gruppe reiste der einzige private Teilnehmer des gleichzeitig stattfindenden Erwachsenenaustausches.

14. Juli 2011:

Bereits am Morgen des Abreisetages gab es auf dem Flughafen Narita eine große Überraschung für alle, indem sie zufällig einer guten Bekannten und ehemaligen Angestellten des Rathauses Kahoku begegneten. Es war Melanie Schulz, die von 2005 bis 2010 als Koordinatorin für internationale Beziehungen in Kahoku gearbeitet und in dieser Zeit viele Austausche zwischen den Partnerstädten betreut hat. An jenem Tag war sie nach einer Geschäftsreise auf dem Heimweg nach Deutschland.

Für die Delegation aus Kahoku ging zunächst ein Direktflug nach Zürich und von dort aus dann per Bus in die deutsche Partnerstadt.
Auf der etwa zweistündigen Fahrt gab es am malerischen Rheinufer ein kleines Picknick für die japanischen Besucher. Die Gastgeber aus Meßkirch hatten mit belegten Brötchen, Brezeln, Obst und Getränken bestens für das Wohl ihrer weit gereisten Gäste gesorgt.
Nach der Ankunft am Zielort bezogen die Mitglieder der offiziellen Delegation ihre Zimmer im Hotel, während der private Teilnehmer des Erwachsenenaustausches von seiner Gastfamilie in Empfang genommen wurde.



























15. Juli 2011:

Am frühen Morgen des ersten vollen Tages in Meßkirch stand für die Delegation aus Japan zunächst der Antrittsbesuch im Meßkircher Rathaus auf dem Plan. Mit dabei war auch eine Porzellanfigur des Katers Nyantaro, Stadtmaskottchen von Kahoku und in diesem Fall Gastgeschenk an die Partnerstadt zu deren 750-jährigen Bestehen.
Für die beiden Bürgermeister Herrn Aburano und Herrn Zwick war es ein Wiedersehen nach 4 Jahren.
In der Zwischenzeit hatte es sowohl in beiden Städten als auch in beiden Ländern viele Entwicklungen und Ereignisse gegeben. Das für alle Welt denkwürdigste darunter war wohl die dreifache Katastrophe im Nordosten Japans am 11. März 2011. Erdbeben, Tsunami und das darauf folgende Atomunglück in Fukushima waren zwar ohne direkte Auswirkungen auf Kahoku geblieben. Das Thema als solches war jedoch von großem Interesse und sollte während des Aufenthalts in Reden, Gesprächen und auch bei den feierlichen Anlässen des Meßkircher Stadtjubiläums eine Rolle spielen.

Nach dem Rathausbesuch waren die japanischen Gäste zur Besichtigung des am Bodensee gelegenen Örtchens Meersburg sowie anschließend der Stadt Konstanz geladen. Die Überfahrt erfolgte mit dem Schiff über den Bodensee. In Konstanz gab es nach einem deutschen Mittagessen mit Weißwurst, Brezel und Hefeweizenbier eine japanisch-sprachige Stadtführung.

Am Abend des 15. Juli stand der Höhepunkt des 750-jährigen Stadtjubiläums an: Eine große Gala mit ca. 650 Gästen in der Meßkircher Festhalle.

Unter den internationalen Gästen waren neben Herrn Bürgermeister Aburano und der Delegation aus Kahoku auch die offiziellen Vertreter der französischen Partnerstadt Meßkirchs: Herr Bürgermeister Coigner und seine Delegation aus Sassenage.
Für die drei Amtskollegen Herrn Zwick, Herrn Aburano und Herrn Coigner (im Foto v.r.n.l.) war damit eine besondere Gelegenheit des deutsch- japanisch- französischen Austausches gegeben.

Am Galaabend sorgten bunte Unterhaltung für viel Vergnügen sowie Redebeiträge von Vertretern aus Politik, Kirche und Kultur für den angemessenen Ernst des historischen Ereignisses.

Bürgermeister Aburano sprach in seinen Grußworten der Partnerstadt herzliche Glückwünsche aus, lobte deren bedeutende Stadtgeschichte und betonte den unschätzbaren Wert der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Meßkirch und Kahoku. Im Verlauf der Rede kam er erneut auf die Erdbebenkatastrophe in Japan zu sprechen. Dabei ging es sowohl um den Ernst der Lage im Nordosten des Landes, als auch darum, dass die Stadt Kahoku selbst in keinster Weise vom Unglück betroffen sei. Herr Aburano warb bei dieser Gelegenheit ausdrücklich für den nächsten Schüleraustausch in Kahoku im Oktober 2011. Er lud Schüler und Betreuer ein, ohne Sorge in die Stadt am Japanischen Meer zu kommen.
16. Juli 2011:

Der Tag begann bei schönstem Wetter mit einer Stadtführung. Bei dieser Gelegenheit besuchten die Gäste aus Kahoku auch die Kotoji- Steinlaterne im Schlossgarten, welche man der Stadt Meßkirch im Jahr 2005 zum Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft geschenkt hatte.

Im Anschluss daran lockte das Meßkircher Stadtfest mit weiteren Höhepunkten.
Zunächst wurden die Feierlichkeiten mit dem Fassanstich durch Herrn Bürgermeister Zwick offiziell eröffnet. Nach einem frisch gezapften Willkommensbierchen gab es für die Delegation aus Kahoku den zweiten Höhepunkt ihres Aufenthalts - nach dem Galaabend am Vortag.
Es handelte sich um nichts Geringeres als den Erhalt eines Spendenbetrages von 12903,91 Euro. Diesen hatten die Meßkircher Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine und einige Unternehmen nach dem großen Erdbeben in Japan für die Partnerstadt gesammelt.
Kahokus Bürgermeister Herr Aburano dankte allen Meßkirchern herzlich für die großzügige Spende. Er versprach, das Geld den betroffenen Regionen seines Landes über das Japanische Rote Kreuz zukommen zu lassen.

Das Stadtfest hatte kulturell wie kulinarisch viel zu bieten. Da es unter einem internationalen Motto stand, konnte man beispielsweise ganz amerikanisch Country tanzen, am spanischen Stand zu Mittag essen, deutsches Bier genießen und sich beim nächsten kleinen Hunger französischen Käse schmecken lassen.

Für die Delegationen aus Kahoku und Sassenage ging es nach dem Mittag zunächst weiter mit der Besichtigung einer lokalen Bierbrauerei in Sigmaringen sowie dem Besuch einer Biogasanlage nicht weit von Meßkirch.

Am späten Nachmittag ging es zurück aufs Stadtfest, wo sich die japanischen Gäste unter das große Publikum mischten und von ihren deutschen Gastgebern überall herzlich willkommen geheißen wurden. So durfte auch ein Besuch im Vereinshaus der traditionellen Meßkircher Katzenzunft nicht fehlen.
Die seit nunmehr 26 Jahren andauernde Freundschaft der beiden Partnerstädte war buchsäblich in jedem Winkel der Meßkircher Innenstadt spürbar.

















17. Juli 2011

War der erste Tag des Meßkircher Stadtfestes noch mit blauem Himmel und sommerlicher Wärme gesegnet, so machte der Sonntag seinem Namen allerdings gar keine Ehre. Für die verbleibenden Stunden des Aufenthalts der offiziellen Delegation aus Kahoku in Deutschland regnete es in Strömen.
Aufgrund der Bedingungen wurde der geplante Besuch in der Klosteranlage Beuron zu einer Besichtigung des Freilichtmuseums in Neuhausen ob Eck umgeändert.

Beim anschließenden Mittagessen im Schlosscafé Froben fand der Aufenthalt von Bürgermeister Aburano und seinen offiziellen Begleitern einen angemessenen Abschluss. Die Bürgermeister der drei Partnerstädte ließen bei schwäbischen Spezialitäten die vergangenen Festtage Revue passieren, tauschten sich über Gepflogenheiten in ihren Ländern aus und verabschiedeten sich mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen.

Danach wurden die offiziellen Gäste aus Kahoku zum Flughafen nach Zürich zurückgebracht, von wo aus sie ihre Heimkehr antraten.
Herr Shichino, der einzige private Gast aus Japan sollte noch bis zum 20. Juli bei seiner Gastfamilie bleiben. Auf ihn wartete, unter anderem mit Wildwasserrafting auf dem Oberlauf der Donau ein spannendes Programm.
Teilnehmer der Delegation nach Meßkirch zum 750. Stadtjubiläum im Juli 2011:
Offiziell:
Waichiro ABURANO Bürgermeister von Kahoku
Seiichi SUGIMOTO Abgeordneter des Stadtrats Kahoku
Junichi UNO Abgeordneter des Stadtrats Kahoku
Toshihiro TODA Schulrat und Vorsitzender des Bildungsausschusses von Kahoku
Naoki KITAGAWA Mitarbeiter der Stadt Kahoku
Katja Schneider Koordinatorin für Internationale Beziehungen
Privat:
Yasuhiko SHICHINO
Zeitungsartikel:
Artikel "Austausch: Unsicherheit weicht Vorfreude"
Schwäbische Zeitung vom 15.Juli 2011

Artikel "Japaner schenken Meßkirch eine Porzellankatze"
Schwäbischen Zeitung vom 16.Juli 2011

Artikel "Zwick heißt Japaner willkommen"
Südkurier vom 16.Juli 2011

Artikel "Gelungen: 650 Gästen gefällt der Galaabend"
Schwäbische Zeitung vom 18. Juli 2011

Artikel "Viel Applaus für Galaabend" und "Meßkirch feiert bei Regen und Sonnenschein"
Südkurier vom 18.Juli 2011

Artikel "Gesellig: Meßkircher feiern sich und ihre Stadt"
Schwäbische Zeitung vom 18.Juli 2011

Artikel "Kahoku bedankt sich für 12.903 Euro"
Schwäbische Zeitung vom 19.Juli 2011



Jugendaustausch von Kahoku nach Messkirch (28. September - 07. Oktober 2010)

Am 27. September 2010 war es wieder soweit: eine Delegation von 15 Schülerinnen und Schülern aus Kahoku brach in Begleitung von vier Erwachsenen zu einem 7-tägigen Besuch in die Partnerstadt Meßkirch auf.
Nach einer offiziellen Verabschiedung durch Herrn Bürgermeister Aburano ging die Reise zunächst vom Flughafen Komatsu nach Tokyo/ Narita, wo die Gruppe eine Nacht im Hotel verbrachte.

Am Morgen des 28. September führte sie ein langer Flug nach Zürich und von dort aus mit dem Bus ins nicht weit von der schweizer Grenze gelegene Meßkirch. Hier wurden die Gäste aus Japan bereits mit Freude und Spannung von ihren Gastfamilien sowie Vertretern der beiden Meßkircher Schulen erwartet.
Ein Novum gab es übrigens auch: Zum ersten Mal seit Stattfinden der Austausche kamen nicht zwei Schüler in eine Gastfamilie, sondern jeder einzeln. Eine große Herausforderung!









Erster Tag:

Er begann mit einem Treffen am Martin-Heidegger-Gymnasium und einer anschließenden Schulbesichtigung. Die japanischen Jugendlichen - alle in ihre Schuluniformen gekleidet - zeigten sich besonders interessiert an den Kunst- und Werkenräumen. Außerdem waren sie beeindruckt vom Freizeit- und Besprechungszimmer der Meßkircher Gymnasiasten, das diese selbst kreativ gestaltet haben.
Im Rahmen der Schulbesichtigung bekamen die Gäste natürlich auch die Möglichkeit, den Unterricht zu besuchen. Hierbei war die Musikstunde mit der siebten Klasse ein besonderes Erlebnis. Die deutschen Schüler hatten unter anderem das Lied "Mein Hut, der hat drei Ecken" mit Gesten einstudiert und die japanischen Gäste zum Mitsingen animiert.

Im Anschluss an die Schulbesichtigung wurde es offiziell, denn die Gruppe war zum Antrittsbesuch bei Herrn Bürgermeister Zwick geladen. Nach der Begrüßung und der Überreichung der Gastgeschenke durfte auch ein Erinnerungsfoto im historischen Meßkircher Rathaus nicht fehlen. Darauf folgte eine Stadtbesichtigung. Das Schloss als Wahrzeichen der Partnerstadt erhielt dabei die besondere Aufmerksamkeit der weit gereisten Besucher.

Auf den Stadtrundgang folgte ein gemeinsames Mittagessen der japanischen und deutschen Schüler in der Schulmensa.
Später rundete ein Ausflug in das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck das Tagesprogramm ab. Dort konnten sich die Gäste aus Kahoku einen Einblick in das regionale Landleben zu früheren Zeiten verschaffen. Zudem erhielten sie die Möglichkeit, selbst Flachs zu verarbeiten und am Ende daraus Fäden zu spinnen. Natürlich mit traditionellen Werkzeugen und einem Spinnrad, wie es damals üblich war.

Am späten Nachmittag ging es zurück zum Schulzentrum, wo die Schüler von ihren Gastfamilien abgeholt wurden.

Zweiter Tag:

Nach der zweiten Übernachtung bei ihren Gastfamilien trafen sich zunächst alle Teilnehmer des Austausches in der der Grafen-von-Zimmern- Realschule. Während die deutschen Schüler dann ihrem regulären Unterricht nachgingen, unternahmen die Gäste aus Kahoku eine ausgiebige Schulbesichtigung.
Anschließend brachte ihnen Herr Maier - Sportlehrer am Gymnasium und Allroundtalent in Sachen Sport - das Jonglieren mit drei Bällen sowie diverse andere akrobatische Übungen bei.
Wieder zurück an der Realschule stand gegen Mittag das gemeinsame Kochen der japanischen Schüler und ihrer deutschen Gastgeber auf dem Programm. Trotz der Sprachbarrieren funktionierte die interkulturelle Verständigung ausgezeichnet und führte zu einem köstlichen Ergbnis: es gab Baguettes und kleine Pizzen aus selbst zubereitetem Teig und Belag nach Belieben.

Am Nachmittag ging es für die 15 japanischen Schüler, die das Leben am Meer gewohnt sind, raus aufs Land - zu Kühen, Ziegen und Hühnern auf den Brigel-Hof.
Gemeinsam mit den deutschen Schülern durften sie den Bauernhof in Augenschein nehmen, bis hin zu den Rinderweiden.
Außerdem war wieder internationale Zusammenarbeit gefragt, als die Jugendlichen von Herrn Brigel die Aufgabe bekamen, nur aus Holzpfählen und ohne jegliche Hilfsmittel eine begehbare Brücke zu bauen.
Hungrig vom langen Aufenthalt in der Natur und auf dem Hof, wurden zu Abend die von Familie Brigel hausgemachten Dinnele (auch bekannt als "Badische Pizza") gegessen.
Später durften die Schüler im "Heuhotel" übernachten. Da es aber viele Erlebnisse an diesem ungewöhnlichen Schlafplatz zu teilen gab, hat in dieser Nacht wohl kaum jemand ein Auge zugemacht.












Dritter Tag:

Eigentlich sollte an diesem 1.Oktober das eindrucksvolle Kloster Beuron besichtigt und danach gewandert werden. Der unliebsame Regen seit dem frühen Morgen hatte allerdings ein Alternativprogramm zur Folge.

So verließ die gemischte Schülergruppe mit ihren Betreuern den Brigel-Hof und begab sich ins Römermuseum nach Mengen-Ennetach. Dort konnte man sich nicht nur über den Einfluss der Römer in Süddeutschland im ersten und zweiten Jahrhundert informieren, sondern auch erleben, wie es ist, mit Feder und Tinte auf Papyrus zu schreiben.
Für eine perfekte Übersetzung der deutschen Museumsführung ins Japanische sorgte Professor Ohashi. Der in Deutschland lebende Philosoph war Mitte der 1980er Jahre ein bedeutender Wegbereiter der Städtepartnerschaft zwischen Meßkirch und dem damaligen Unoke, das heute zu Kahoku gehört. Er hatte vom aktuellen Aufenthalt der japanischen Schüler in Meßkirch erfahren und sich sich ihnen für zwei bereichernde Tage angeschlossen.

Nach dem Mittagessen wurde das historische Kulturprogramm im Schloss Sigmaringen fortgeführt. Auch hier dolmetschte Herr Professor Ohashi für die japanischen Schüler, die von Prunk und Atmosphäre der alten Fürstenresidenz an der Donau sichtlich beeindruckt waren.
Doch nicht nur das Schloss, sondern auch die Stadt Sigmaringen selbst war einen Aufenthalt wert. Bevor die Gruppe zum Schulzentrum nach Meßkirch zurückkehrte, war noch genug Zeit, den Freitagnachmittag mit einem gemütlichen Stadtbummel ausklingen zu lassen.

Vierter und fünfter Tag:

Das Wochenende (zweiter und dritter Oktober) stand den Gastfamilien und ihren Gästen aus der japanischen Partnerstadt voll und ganz zur freien Verfügung.
Als Freizeitprogramm standen unter anderem Besuche auf dem Münchner Oktoberfest oder der Stadt Münster, gemeinsames Kochen oder Spaziergänge in Meßkirch und Umgebung auf dem Plan.









Sechster Tag:

Nachdem die letzte Woche mit Regen geendet hatte, begann die neue mit einem wunderschönen Sonnentag - und für die deutschen Schüler mit regulärem Unterricht. Diesen durften aber auch die Gäste aus Kahoku besuchen, was die Zeit bis zum Ausflug zum Bodensee schnell vorbeigehen ließ.

An Deutschlands größtem und tiefstem See angekommen, erwartete die Schüler eine interessante Reise zurück in die Vergangenheit: die Besichtigung des Pfahlbautenmuseums am Ufer des Bodensees. Hier konnten sie unter anderem Teile von Gebäuden, Kleidung und Werkzeuge aus prähistorischer Zeit (ca. 4000-800 v.Chr.) bestaunen.

Danach folgte eine Schifffahrt auf dem See mit zwischenzeitlichem Stadtbummel im malerischen Uferstädtchen Meersburg.

Die letzte Attraktion auf diesem Ganztagesausflug war für die Schüler der Affenberg Salem, Deutschlands größtes Affenfreigehege, in dem etwa 200 Berberaffen wie in freier Wildbahn leben. Man kann sie füttern und mit den "netten Kollegen" unter ihnen auch mal auf Tuchfühlung gehen.

Die Schüler aus Kahoku haben diesen außergewöhnlichen Ausflug an und um den Bodensee sehr genossen - ebenso wie ihre Meßkircher Gastgeber.

Müde, aber um einige Erlebnisse reicher kehrten alle am frühen Abend zu ihren Gastfamilien zurück.

Siebter und letzter Tag,
Dienstag, 5. Oktober 2010.

Schon am Morgen wollte das Wetter wieder einmal nicht richtig mitspielen und es regnete in Strömen. Es schien, als sei selbst der Himmel traurig, dass der Abschied von Meßkirch nahe stand.

Trotz dieser Bedingungen - oder gerade deshalb - war der Tagesausflug zur Festruine Hohentwiel bei Singen ein Erlebnis der besonderen Art. Sowohl die deutschen als auch die japanischen Schülerinnen und Schüler ließen sich vom Wetter nicht abschrecken und genossen die gemeinsame Zeit auf der eindrucksvollen Burgruine.
Als der Regen nachgelassen hatte, war der obere Teil des Burgberges in dicken Nebel gehüllt und verbreitete eine ganz eigene, fast mystische Atmosphäre.

Im Anschluss an den Burgbesuch gab es mit Käsespätzle ein typisch schwäbisches Mittagessen bei dem man sich stärken und aufwärmen konnte.
Danach ging es nach einem kleinen Stadtbummel in Singen schon früher als sonst zurück zum Schulzentrum, denn vor der Abschiedsfeier am Abend stand Kofferpacken an.

Die besagte Abschiedsfeier war nicht nur geprägt von großer Dankbarkeit auf beiden Seiten, sondern sie lebte auch von den Musik- und Tansbeiträgen der deutschen und japanischen Schüler. Die Stimmung wurde von deutscher Seite besonders mit dem "Fliegerlied" erhöht, bei dem am Ende alle zum Tanzen aufgefordert waren.
Von Seiten Kahokus gab es mit "Furusato" ("Heimat") einen traditionellen Beitrag mit Gitarrenbegleitung sowie mit "Aitakatta" ("Froh dich zu sehen!") von der Mädchenband AKB48 einen modernen Titel aus Japan.

Nach dem Programm, gutem Essen sowie Worten des Dankes und des Abschieds ging es für alle Schüler nach Hause zur letzen Übernachtung bei ihren Gastfamilien.

Am Morgen des 6. Oktober hieß es dann wirklich zum letzten Mal Abschied nehmen und die japanischen Gäste traten ihre Heimreise nach Kahoku an.













Zeitungsartikel zum Schüleraustausch aus dem "Südkurier" am 01.10.2010



Jugendaustausch von Messkirch nach Kahoku (18.- 27. Oktober 2009)

Achtzehn Schüler der Grafen-von-Zimmern-Realschule und des Heidegger-Gymnasiums in Messkirch besuchten in Begleitung zweier Lehrer ihre Partnerstadt Kahoku. Die Gruppe landete am 17. Oktober am Flughafen in Osaka und sammelte erste Eindrücke von Japan bei einem abendlichen Spaziergang in Osakas Fußgängerzone.

Nach einer Nacht in einem Hotel in Osaka besuchte die Gruppe am nächsten Tag den Fushimi Inari-Schrein und den Kiyomizu-Tempel in Kyoto, bevor es per Bus nach Kahoku ging.






Nach Ankunft in Kahoku am Abend lernten die deutschen Gäste und die zehn japanischen Gastfamilien einander kennen. Danach übernachteten die deutschen Jugendlichen zum ersten Mal bei den Gastfamilien.

Am Morgen des 19. Oktobers war der erste Programmpunkt ein Besuch im Bürgermeisterbüro. Es folgte eine Besichtigung des Saals, in dem der Stadtrat von Kahoku tagt. Nach einer kurzen Vorstellung der Stadt Kahoku hatten die Schüler Gelegenheit, Fragen zu Kahoku und Japan zu stellen. Danach stand ein Besuch in der Krankenpflegeuniversität der Präfektur Ishikawa sowie ein Rundgang durch die Räumlichkeiten auf dem Programm. Anschließend brach die Gruppe zum Omi Nishiyama Yaoi no Sato-Park auf. Dort erzählte ein Mitarbeiter der Stadt Kahoku Spannendes zur japanischen Geschichte und die Schüler konnten die Rekonstruktion eines Hauses aus der Yayoi-Zeit bestaunen. Die Jugendlichen durften ein Schmuckstück aus Speckstein selbst herstellen und wurden außerdem in die hohe Kunst des Feuermachens mit Materialien aus der Natur eingewiesen. Um 17.30 endete dieser Tag in Kahoku mit der Abholung durch die Gastfamilien.








Der vierte Tag begann mit einem Besuch in der Grundschule in Takamatsu. Die Grundschüler hatten Kalligraphie-Utensilien vorbereitet und die deutschen Schüler durften sich unter japanischer Anleitung am Schreiben des Schriftzeichens für gEnthusiasmush versuchen. Im Anschluss daran besuchten die deutschen Schüler den privaten Kindergarten in Kizu. Die Kindergartenkinder hatten ein Showprogramm mit Musik und Tanz vorbereitet. Die deutschen Gäste zeigten sich beeindruckt von der ambitionierten Vorführung der Kindergartenkinder. Auch die Deutschen ließen sich nicht lumpen und präsentierten den Tanz zum gFliegerliedh, den sie noch in Deutschland einstudiert hatten. Zum Mittagessen wurde am Meeres- und Küstenmuseum Umikkolando ein typisch japanisches Barbeque veranstaltet: keine Würstchen oder Brötchen, dafür aber gegrillter Tintenfisch und gebratene Nudeln. Nach dem Essen machte die Gruppe einen Strandspaziergang, was den Süddeutschen besonders gefiel. Es blieb nicht aus, dass ein deutscher Schüler ins Wasser fiel, und so fand auch der vierten Tag in Kahoku einen lustigen Abschluss.




Am 21. Oktober, dem fünften Tag, brachen die deutschen Schüler zur Erkundung der Noto-Halbinsel auf. Zunächst konnte man im Aquarium in Notojima Fische und andere Meerestiere bestaunen. Anschließend ging die Gruppe mit geliehenen Angeln und Shrimps als Futter zum Angeln ans Meer. Wieder in Kahoku durften die Jugendlichen gemeinsam mit den japanischen Jugendlichen aus den Gastfamilien das Abendessen zubereiten. Es wurde japanisches Curry, Salat und der am Nachmittag gefangene Fisch zubereitet und anschließend verzehrt. Danach gingen die Schüler ins Nanatsuka Fureaikan, dem Gebäude, in dem die Schüler übernachteten. Dort wartete eine Überraschung auf die Deutschen: die japanischen Teilnehmer am Schüleraustausch, die 2008 Messkirch besucht hatten, erwarteten dort ihre deutschen Freunde. Sie hatten ein Feuerwerk mitgebracht, und so endete der offizielle Teil des Tages mit einem nächtlichen Feuerzauber.

Im Anschluss an die Nacht auf landesüblichen Futons stand für die japanischen Mittelschüler und ihre deutschen Gäste am 22. Oktober der gemeinsame Schulbesuch auf dem Programm. Einen ganzen Tag lang sollten die deutschen Schüler live erleben, wie japanischer Schulalltag aussieht. Leider brachen die Schulen den Besuch bereits nach einem halben Tag ab und die deutschen Schüler wurden nach dem Mittagessen nach Hause geschickt. Dies rief bei einigen Schülern Verwirrung hervor.




Am nächsten Tag, dem 23. Oktober, brach die Gruppe morgens zur Ernte der Marken-Süßkartoffel Kahokkuri auf. Da Kahokkuri teuer verkauft werden, durften die Schüler erst nach einer Unterweisung in die richtige Erntetechnik mit der Ernte beginnen. Anders als mit deutschen Kartoffeln muss man mit Kahokkuri vorsichtig umgehen, da deren lila Schale sehr empfindlich ist und selbst leichte Beschädigungen der Schale den Verkaufspreis drücken. Am Ende des Ernteerlebnisses durften die Schüler die wertvollen Knollen mit nach Hause nehmen.
Nach dem Mittagessen stand die Teilnahme am Kulturfest der Kahokudai-Mittelschule auf dem Programm. Die deutschen Schüler sahen sich ein Schauspiel der japanischen Mittelschüler an. Auch für die deutschen Schüler war ein Programmpunkt vorgesehen: die Vorführung des Tanzes zum Fliegerlied. Dazu riefen die Deutschen die anwesenden japanischen Schüler auf die Bühne und alle tanzten gemeinsam. Somit ging auch sechste Tag in Kahoku zuende.

Der siebte Tag, ein Samstag, begann mit der Besichtigung der Wanderausstellung zum Thema Deutsche Wiedervereinigung, die die Stadt Kahoku im Nishida Kitaro-Philosophiemuseum veranstaltete. Außerdem fand eine kleine Diskussionsrunde statt, bei der die beiden deutschen Lehrer, die Konrektorin der Messkircher Realschule Frau Diener und der Direktor des Messkircher Gymnasiums Herr Müller, von ihren persönlichen Erfahrungen rund um den Mauerfall berichteten. Die deutschen Schüler waren mit ihren Gastfamilien gekommen, so dass sich nach dem Ende der Vorträge eine lebhafte Fragerunde ergab, in der die deutschen Lehrer Rede und Antwort standen. Der Rest des Wochenendes, also Tag 7 und Tag 8, war für Freizeit mit den Gastfamilien reserviert.

Am Montag Morgen trafen sich die deutschen Schüler wieder und hatten einander viel von den Erlebnissen des Wochenendes zu erzählen. Einige Schüler hatten mit ihren Gastfamilien ein Thermalbad besucht, andere hatten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung besichtigt oder waren einkaufen gegangen. Schon um 7 Uhr morgens fuhr die Gruppe mit dem Zug nach Kanazawa. Vom Bahnhof in Kanazawa fuhr die Gruppe mit dem Bus zum Daijoji-Tempel, wo sie von einem Zen-Meister in die hohe Kunst der Zen-Meditation eingeführt wurden und die richtige Sitzhaltung, Blickrichtung und Atemtechnik lernten. Im Anschluss daran besichtigten die Schüler den Kenrokuen, der als einer der drei schönsten Gärten in Japan gilt, und das Schloss von Kanazawa. Nach einem Mittagessen im Einkaufszentrum Forus hatten die Schüler Zeit zum Shoppen, bevor es wieder nach Kahoku zurück ging.





Um 18 Uhr fand die Abschiedsparty statt, und mehrere deutsche Schüler zeigten sich in einem leichten Baumwollkimono namens Yukata. Ein besonderes Schmankerl war die Unterhaltungseinlage, bei der mit Hilfe von Bambusvorhängen Tricks und interessante Formationen vorgeführt wurden. Vom Meister der Truppe auf die Bühne geholt, warfen auch die deutschen Schüler die Bambusmatten mit Begeisterung. Nach der Party brachen die deutschen Gäste zusammen mit ihren japanischen Gastfamilien zu ihrem letzten Homestay in Kahoku auf.



Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 12/2009, Seite 9 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung



Erwachsenenaustausch von Messkirch nach Kahoku (24. Mai - 4. Juni 2009)

Eine zwölfköpfige Erwachsenengruppe aus Kahokus Partnerstadt Messkirch in Deutschland hat vom 24. Mai bis zum 4. Juni ihre japanische Partnerstadt besucht. Dank der Kooperation der Vereinigung zur Förderung des Internationalen Austauschs in Kahoku konnte die Gruppe zwölf Tage lang Kahoku und Japan kennenlernen.






1. Tag
Ankunft der zwölfköpfigen Gruppe aus der Partnerstadt am Kansai-Flughafen in Osaka und Fahrt mit dem Bus zum Hotel in Uji (Kyoto). Viele der Gruppenmitglieder aßen dort zum ersten Mal Tofu, Tempura und anderes Leckere aus Japan.


2. Tag
Am Morgen des 25. Mai besichtigte die Gruppe den berühmten Byodoin-Tempel in Uji, der auf den 10 Yen-Münzen abgebildet ist. Danach fuhr die Gruppe mit dem Bus nach Kahoku und traf gegen 15.30 ein. Um 16.30 fand ein Besuch im Büro des Bürgermeisters statt, und die Messkircher stellten viele Fragen zu Kahoku und Japan. Um 18.00 Uhr lernten die Gaste ihre Gastfamilien kennen. Die 12 Gäste waren jeweils zu zweit in Gastfamilien untergebracht. Nach einer herzlichen Begrüßung gingen die Gäste mit ihren Familien nach Hause.

3. Tag
Am Morgen des 26. Mai brach die Gruppe zur Pflegeuniversität der Präfektur Ishikawa in Kahoku auf. Dort hatte sie die Möglichkeit dem Rektor Fragen zu stellen und danach an einem Rundgang durch die Räumlichkeiten teilzunehmen. Im Anschluss daran fuhr die Gruppe mit dem Bus auf den Hodatsu-Berg, von wo aus sich eine herrliche Aussicht auf die Gegend bot. Abends fand im Restaurant Cacena eine Willkommensparty mit typisch japanischem Feuerwerk statt.

4. Tag
Am Morgen des 27. Mai besuchte die Gruppe den archäologischen Park Omi Nishiyama Yayoi no Sato in Takamatsu. Dort hatte die Gruppe Gelegenheit, ein magatama genanntes Schmuckstück selbst aus Stein zu fertigen. Außerdem lernte die Gruppe, mit in der Natur verfügbaren Mitteln ein Feuer zu machen. Danach nahm man im Takamatsu Resthouse, einem Restaurant mit Meerblick, ein Mittagessen ein. Anschließend konnte sich die Gruppe bei einem Strandspaziergang vergnügen, bevor es um 15.00 ins Nishida-Philosophiemuseum ging. Vom Leiter des Museums erhielt die Gruppe eine Einführung in das Leben und Werk des Nishida Kitaro und bestaunte die interessante Architektur des Gebäudes. Das Fernsehteam des Kahoku-Channel interviewte alle Gruppenmitglieder und fragte nach den Eindrücken von Japan und Kahoku. Abends kehrten die deutschen Gäste in die Häuser ihrer Gastfamilien zurück.


5. bis 8. Tag
Zehn der zwölf Gruppenmitglieder hatten sich entschieden, Tokyo einen Besuch abzustatten. Diese Gruppe fuhr am frühen Donnerstag Morgen mit dem Zug nach Tokyo und kehrte am Samstag abend nach Kahoku zurück. Den Sonntag verbrachten sie mit ihren Gastfamilien. Die verbleibenden zwei Personen hatten sich für einen eintägigen Ausflug in ein Onsen-Hotel entschieden und verbrachten das Wochenende mit ihren Gastfamilien.










9. Tag
Nach dem Treffpunkt am Rathaus in Unoke nahm die Gruppe an einem Sushi-Kochkurs teil, der von Mitgliedern der Vereinigung zur Förderung des Internationalen Austauschs in Kahoku geleitet wurde. Zubereitet wurden verschiedene Arten Sushi wie Futomaki und Inari sowie Tempura [Frittiertes
]. Danach fand in der Bücherei in Unoke eine Einführung in die Kunst der Einwickeltuch-Technik Furoshiki statt, was den Gästen aus Deutschland große Freude zu machen schien.

10. Tag
Am Morgen spielte die Gruppe Ground Golf im Shiomidai Park in Osaki. Die Teilnehmer, die zum ersten Mal diese Art von Golf spielten, hatten viel Spass dabei. Zum Mittagessen ging man ins Restaurant Yamachu, wo man mit frischen Fisch-Spezialitäten verwöhnt wurde. Schon um 14.00 wurden die Gäste von ihren Familien abgeholt, um sich auf die für den Abend geplante Abschiedsparty vorzubereiten. Zur Party erschienen die weiblichen Gäste in Yukata, einem Sommerkimono. Auf dem Programm stand eine Aufführung japanischer Volkstänze sowie eine Shamisen-Einlage. Außerdem führte der Vorsitzende des Internationalen Clubs Herr Nishida Zauberkunststücke vor. Die Gäste revanchierten sich mit dem Vortragen von deutschem Liedgut und führten das Stimmungslied "Flieger" vor, zu welchem verschiedene Gesten und Bewegungen gehören. Auch die japanischen Gäste machten begeistert mit, und so endete der Abend in ausgelassener Stimmung.


11. Tag
Am 3. Juni trafen sich Gruppenmitglieder und Gastfamilien morgens am Rathaus in Unoke, wo sie mit einer Rede des stellvertretenden Bürgermeisters Hasatani verabschiedet wurden. Danach fuhr die Gruppe mit dem Bus nach Kyoto. Nach dem Mittagessen besichtigte die Gruppe den sehr eindrucksvollen Fushimi Inari-Schrein und besuchte abends ein Teppanyaki-Restaurant
[teppanyaki= heiße Grillplatte].

12. Tag
Den letzten Tag in Japan verbrachte die Gruppe mit Sightseeing in Kyoto. Sie besuchte den Kaiserpalast und den Kinkakuji-Tempel. Nach dem Mittagessen hatte die Gruppe noch ein paar Stunden Zeit, Kyoto auf eigene Faust zu erkunden. Am späten Abend flog die Gruppe dann vom Kansai-Flughafen in Osaka ab in Richtung Deutschland.





Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 7/2009, Seite 7 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung



Jugendaustausch von Kahoku nach Messkirch (16.- 23. September 2008)


Zwischen den Partnerstädten Kahoku und Messkirch finden seit vielen Jahren Schüleraustausche statt, bei denen im jährlichen Wechsel eine deutsche Gruppe nach Kahoku bzw. eine japanische Gruppe nach Messkirch reist.

2008 war eine Schülergruppe aus Kahoku an der Reihe, nach Messkirch zu reisen. Aus den eingegangenen Bewerbungen wurden 13 Mittelschülerinnen und zwei Mittelschüler im Alter zwischen 13 und 15 Jahren ausgewählt. Sechs Schüler und Schülerinnen waren von der Kahokudai-Mittelschule, zwei von der Unoke-Mittelschule und sieben von der Takamatsu Mittelschule. Neben den 15 Schülerinnen und Schülern nahmen zwei Englischlehrerinnen, ein Vertreter der Abteilung für Lebenslanges Lernen sowie die deutsche Koordinatorin für Internationale Beziehungen als Dolmetscherin teil. Außerdem wurde der Termin des ebenfalls im jährlichen Wechsel in einer der Partnerstädte stattfindenden Erwachsenenaustausches so gelegt, dass die Erwachsenengruppe mit der Schülergruppe reisen konnte, so dass sich, die vier Teilnehmer am Erwachsenenaustausch und die vier Betreuer miteingerechnet, eine Gruppe von 23 Personen ergab.


Diese Gruppe brach bereits am 14. September nach einer offiziellen Verabschiedung durch Bürgermeister Aburano und andere Vertreter der Stadtverwaltung vom Rathaus in Unoke auf, um sich auf die weite Reise nach Messkirch zu machen.

Über den Flughafen Komatsu ging es zum Flughafen Haneda in Tokyo und von da aus mit dem Bus in ein Hotel in der Nähe des Flughafens Narita. Nach einer im Hotel verbrachten Nacht stiegen die 23 Personen am Morgen des 15. in Narita in ein Flugzeug nach Mailand. In Mailand stieg die Gruppe um und kam am späten Abend am Flughafen in Rom an, von wo aus es direkt ins Hotel ging. Es blieb leider keine Zeit zum Sightseeing in Rom, denn am nächsten Morgen brach man bereits um 6 Uhr in Richtung Leonardo da Vinci Flughafen auf.

Dort wartete eine Überraschung: Der geplante Alitalia-Flug nach Zürich war aufgrund eines Streiks gestrichen worden. Der nächste erhältliche Alitalia-Flug nach Zürich war erst sieben Stunden später, was das für den Nachmittag von Messkirch geplante Programm ziemlich durcheinander gebracht hätte. Mit Hilfe eines freundlichen italienischen Reisebüroangestellten gelang es jedoch, mit einer anderen Fluggesellschaft nach Zürich fliegen, so dass die Verspätung mit unter zwei Stunden im vertretbaren Rahmen blieb.

In Zürich angekommen erwartete schon Edith Weber, die Leiterin der Tourist-Information in Messkirch, die Gruppe. Mit dem Bus ging es über die schweizerisch-deutsche Grenze und in ein deutsches Lokal zum Mittagessen. Die Gäste aus Japan schienen ihr erstes deutsches Essen zu genießen. Im Anschluss besuchte man die Festung Hohentwiel, eine der größten Burgruinen Deutschlands. Während des recht anstrengenden Spaziergangs zur Burg erläuterte ein Fremdenführer Wissenswertes zu deren Geschichte.

Nach der Besichtigung fuhr die Gruppe weiter nach Messkirch, wo schon die Gastfamilien warteten. Einige der japanischen Gäste, vor allem Mitglieder der Erwachsenengruppe, kannten ihre Gastgeber bereits aus Besuchen in Kahoku, aber für die Schüler war es zumeist die erste Begegnung mit der Familie, bei der sie die folgende Woche verbringen würden. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann direkt mit den Gastfamilien nach Hause.













Am Morgen des nächsten Tages, dem 17. September, hatte die Gruppe Gelegenheit, das Martin-Heidegger-Gymnasium zu besuchen. Dort wurden sie zunächst mit zwei Liedern der Fünft- und Sechstklässler begrüßt. Danach führte Schulleiter Müller die Gruppe durch die Räumlichkeiten der Schule und gab Erklärungen zu den verschiedenen Fachräumen. Die Gruppe durfte auch einen Blick in Klassenräume werfen, in denen gerade Unterricht stattfand, um zu sehen, wie Unterricht in Deutschland abläuft. Nach dem Rundgang durch die Schule erläuterte der Schulleiter kurz das deutsche Schulsystem, wozu es einige Fragen seitens der japanischen Schüler und Lehrerinnen gab.

Im Anschluss an den Besuch im Gymnasium fand im Messkircher Rathaus eine Begrüßung durch Bürgermeister Zwick statt. Die japanischen Schülerinnen und Schüler waren von der Größe des über zwei Meter großen Bürgermeisters beeindruckt und machten viele Erinnerungsfotos. Danach ging es zur Stadtbesichtigung von Messkirch. Die Fremdenführerin erläuterte viel Interessantes zur Geschichte der Stadt. Die Gruppe besichtigte die Martinskirche sowie das Messkircher Schloss und hörte während des Stadtrundgangs auch Erklärungen zum Leben in Messkirch heute. Im Anschluss nahm man in der Mensa des Schulzentrums zusammen mit den deutschen Schülern aus den Gastfamilien das Mittagessen ein.


Am Nachmittag stand das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck auf dem Programm. Die Stadt hatte eine Führung zum Thema "Vom Korn zum Brot" für die Gäste aus Japan gebucht, und so erfuhr die Gruppe, wie man früher Brot hergestellt hat, angefangen vom Aussäen der Saat auf dem Feld über das Ernten, Dreschen und Mahlen des Korns bis hin zum Backen des fertigen Brotes im Steinofen. Jeder in der Gruppe durfte sogar ein eigenes "Dinnele", eine Art Fladenbrot mit Zwiebeln und Speck, selbst backen. Mit der Rückkehr zum Schulzentrum um 17.30 war das offizielle Programm für diesen Tag beendet.

Der erste Programmpunkt am 18. September war ein Besuch in der Grafen-von-Zimmern-Realschule. Auch hier durfte die Gruppe zunächst einen Blick in die Klassen- und Fachzimmer der Schule werfen. Danach fertigten die Schüler unter Anleitung der stellvertretenden Schulleiterin Diener einen Filzball an, etwas, das die japanischen Schüler noch nie zuvor gemacht hatten.

Zum Mittagessen wurde in die Gastfamilien zurückgekehrt und später traf man sich am Parkplatz hinter dem Schulzentrum, um gemeinsam zum Brigelhof in Langenhart aufzubrechen. Auf dem Brigelhof besichtigte die Gruppe zunächst den Hof und die Tiere und danach wurden Spiele gespielt. Die japanischen Schüler brachten den deutschen Schülern Spiele aus ihrem Heimatland bei und umgekehrt. Später wurden wiederum Dinnele gebacken, erst mit herzhaftem, dann mit süßem Belag, die großen Anklang bei den Schülern fanden. Übernachtet wurde im Heu. Der Brigel-Hof bietet 2 große "Heuzimmer" an, deren eine Hälfte mit Heu ausgelegt ist.











Am 19. September brach die Gruppe nach einem ausgiebigen Frühstück mit auf dem Brigelhof erzeugter Wurst, Marmelade und Honig zum Kloster in Beuron auf. Nach der Besichtigung des Klosters begann die recht anstrengende Wanderung zur Burg Wildenstein, die ca. 2 Stunden strammes Gehen auf teils steilen Waldwegen mit sich brachte. Daher war die Gruppe sichtlich froh, als sie am Grillplatz an der Burg Wildenstein ankam, wo Mitarbeiter der Stadtverwaltung Messkirch schon Getränke für die durstige Gruppe bereithielten und auch schon Würste auf dem Grill lagen. Deutsches Grillen unterscheidet sich sehr vom japanischen BBQ, so dass es für die Kinder sehr interessant war.

Nach dem Essen brach die Gruppe zur Schlossbesichtigung nach Sigmaringen auf. Durch einen Schlossführer erfuhr die Gruppe viel über die Geschichte des Schlosses Sigmaringen. Danach war auch Zeit für einen kurzen Stadtbummel in Sigmaringen, bevor es wieder zurück nach Messkirch und in die Gastfamilien ging.

Die folgenden beiden Tage, das Wochenende vom 20. und 21. September, verbrachten die japanischen Gäste in den jeweiligen Gastfamilien. Einige Schüler besichtigten Sehenswürdigkeiten in der Gegend, andere gingen in größere Städte zum Einkaufen, wieder andere fuhren nach München zum Oktoberfest.

Für den 22. September war ein Ganztagesausflug an den Bodensee vorgesehen. Zunächst besichtigte die Gruppe die Pfahlbauten in Unteruhldingen und erfuhr über die Geschichte der Menschen in der Bodenseegegend im Altertum. Danach ging es mit der Fähre nach Meersburg, wo die Gruppe Zeit für einen Stadtbummel hatte. Später besichtigte man den Affenberg Salem, wo man Affen aus der Nähe sehen und auch füttern konnte.



Nach der Rückkehr nach Messkirch trafen die Mitglieder der Gruppe in den Gastfamilien Vorbereitungen für die Abschiedsparty in der Halle am Feldweg, welche um 19 Uhr begann. Bürgermeister Zwick sowie die Leiterin der Schüleraustauschgruppe Frau Tsuda hielen kurze Ansprachen, und anschließend führten die Schüler der beiden Länder ein eigens für diesen Abend vorbereitetes Programm vor. Die japanischen Schüler hatten noch in Japan unter Anleitung der deutschen Koordinatorin für Internationale Beziehungen das Lied "Schnappi" auf Deutsch eingeübt. Dieses führten sie vor, außerdem das japanische Lied "Ue o muite aruko", dessen Melodie auch in Deutschland bekannt ist. Die deutschen Schüler wiederum hatten die Erlebnisse der letzten Woche stichwortartig zusammengefasst und mit einer Refrainzeile zur Melodie von "Die Affen rasen durch den Wald" versehen. Dieses Werk trugen die deutschen Schüler gemeinsam vor, und so erfuhren die anwesenden ca. 70 Gäste, die aus japanischen Gästen, den Gastfamilien und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Messkirch bestanden, von den Ereignissen der Woche.

Die Feier war ein großer Erfolg und in Hochstimmung kehrten Gäste und Gastfamilien nach Hause zurück, um ihre letzte Homestay-Nacht zu verbringen.


Am Morgen des 23. September traf man sich um 7 Uhr morgens am Parkplatz des Schulzentrums, wo schon der Bus bereitstand, der die Gruppe zum Flughafen nach Zürich bringen sollte. Das Abschiednehmen fiel den Gästen und ihren Gastgebern sichtlich schwer und es gab viele Tränen, aber auch Versprechen, sich wiederzusehen.

Am Flughafen Zürich angekommen, lief trotz Übergepäck von ausnahmslos allen Gruppenmitgliedern alles problemlos ab, und müde, aber glücklich machten sich die 23 Personen nach einer aufregenden Woche in der Partnerstadt Messkirch auf den Rückweg nach Kahoku.






Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 11/2008, Seite 2 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung



Jugendaustausch von Messkirch nach Kahoku (21.- 30. Oktober 2007)

Eine 18-köpfige Schülergruppe aus Kahokus Partnerstadt Messkirch in Deutschland hat vom 22. Oktober (Montag) bis zum 30. Oktober (Dienstag) Kahoku besucht und wurde unter Kooperation der Vereinigung zur Förderung des Internationalen Austauschs in Kahoku neun Tage lang aufgenommen.








Die Gruppe kam am 21. (Sonntag) am Kansai International Airport an und traf am nächsten Tag nach einer Besichtigung Kyotos in Kahoku ein. Bei der Bekanntmachungsveranstaltung am 22. (Montag) war etwas Aufregung zu spüren, aber bei fortschreitendem Austausch mit den zehn Gastfamilien fingen beide Seiten an, den Aufenthalt zu genießen, und bei der Abschiedsparty am 29. (Montag), bei der die Besuchsgruppe einen Tanz sowie die Teilnehmerin Daniela Kneisel ein Lied aufführte, herrschte eine sehr gute Stimmung.
Während des Aufenthalts fanden in den drei Mittelschulen der Stadt die Kulturfeste statt, bei denen man die Schulen anders als bei einem gewöhnlichen Schulbesuch erleben konnte. Außerdem nahm die Gruppe an der Präsentationsveranstaltung der Englischaktivitäten der Kanazu Grundschule teil und konnte unter anderem dadurch mit vielen Stadtbürgern Austausch betreiben.

Der Abschied von den Gastfamilien am Morgen des 30. (Dienstag) war zwar etwas traurig, aber die Schüler wurden in der Überzeugung verabschiedet, dass es irgendwann ein Wiedersehen geben wird. Kommt wieder zu uns!


























Wir sind den diesjährigen zehn aufnehmenden Gastfamilien zu Dank für die neun Tage verpflichtet und hoffen, dass der Austausch auch in Zukunft bestehen bleibt.
Minoru Matsumoto (Futatsuya), Hideyuki Asao (Takamatsu), Toshiya Higashimoto (Matsuhama), Hironobu Tachibana (Matsuhama), Kanae Hashimoto (Kizu), Shuichi Sawada (Unoke), Shinichi Sawada (Uchihisumi), Ryoei Okamoto (Uchihisumi), Katsumi Nagara (Takamatsu) und Yuichi Yamanada (Osaki).




Artikel 1 im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 12/2007, Seite 4 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels 1 im Mitteilungsblatt

Artikel 2 im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 12/2007, Seite 11 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels 2 im Mitteilungsblatt

Kommentare der deutschen Schüler (O-Ton)


Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung



Besuch einer offiziellen Delegation in Kahoku (30. Mai- 4. Juni 2007) und Erwachsenenaustausch (30. Mai- 8. Juni 2007)

Ende Mai 2007 reiste eine offizielle Delegation aus Messkirch unter der Leitung von Bürgermeister Zwick nach Kahoku. Unter den Delegationsteilnehmern waren Mitglieder des Stadtrates, ein Vertreter der lokalen Tageszeitung, sowie erstmals der Landrat des Landkreises Sigmaringen. Zeitgleich mit der zwölfköpfigen offiziellen Delegation reisten neun Teilnehmer am Erwachsenenaustausch an, bei dem von der Schülerin bis zur Rentnerin alle Altersgruppen vertreten waren. Die Unterbringung der deutschen Gäste fand zu zweit in japanischen Gastfamilien statt.



Zu Beginn der Reise stand eine Übernachtung in Kyoto sowie die Besichtigung des Kiyomizudera-Tempels auf dem Programm, bevor die Gruppe in Richtung Kahoku aufbrach, wo eine Willkommensfeier für die deutschen Gäste mit Ansprache von Bürgermeister Aburano veranstaltet wurde.

Ziel des Aufenthalts der offiziellen Delegation war es, die großen Veränderungen in der Stadt seit dem Städtezusammenschluss in Augenschein zu nehmen. Unter anderem wurden zwei Mittelschulen sowie eine Kindertagesstätte neu gebaut. Bei diesen und anderen Programmpunkten, zu denen auch die Besichtigung eines Textilbetriebes gehörte, machten die deutschen Gäste rege von der Möglichkeit Fragen zu stellen Gebrauch.




Während des Besuchszeitraumes fand das berühmte Hyakumangoku-Festival in Kanazawa statt. Nach der Besichtigung des Kenrokuen-Gartens, einer der berühmtesten Gärten in Japan, hatten die deutschen Gäste und ihre japanischen Gastgeber von der Zuschauertribüne aus einen erstklassigen Blick auf den Festumzug, bei dem die Festzugsteilnehmer in traditionellen Kostümen der Feudalzeit auftreten, und dessen Hauptattraktion die Leiterakrobaten sind.

Um die offizielle Delegation zu verabschieden, fand am 3. Juni ein gemeinsames Abendessen statt.





Die Teilnehmer am Erwachsenenaustausch verbrachten noch weitere vier Tage in Kahoku, während der sie Gelegenheit hatten, eine Nacht in einem Hotel auf der Noto-Halbinsel zu verbringen und außerdem beim "Ersten gemeinsamen Kochkurs der Partnerstädte" zu Kochlehrern des typisch süddeutschen Gerichts "Linsen mit Spätzle" wurden.



Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 7/2007, Seite 2 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung

Japanische Zeitungsartikel zum Heidegger-Panel in deutscher Übersetzung



Jugendaustausch von Kahoku nach Messkirch (3.- 11. Juli 2006)

Vom 3. - 11. Juli 2006 reiste eine Gruppe aus jeweils fünf Schülern der drei Mittelschulen in Kahoku, sowie drei Betreuern im Rahmen des Schüleraustausches nach Messkirch. Es handelte sich um die erste Schülergruppe, die seit Bestehen der neuen Stadt Kahoku nach Messkirch reiste.

Die japanischen Gäste wurden in Gastfamilien untergebracht, jeweils zwei Schüler in der Familie eines deutschen Schülers. Da die meisten der deutschen Schüler bereits im Rahmen des Schüleraustauschs in Kahoku waren, war die anfängliche Scheu schnell überwunden. Die japanischen Schüler hatten bei den Vortreffen in Japan bereits ein paar Grußformeln auf Deutsch gelernt, die Verständigung lief jedoch hauptsächlich über die englische Sprache.





Die japanischen Schüler nahmen an mehreren Tagen am Unterricht im Martin-Heidegger-Gymnasium und der Grafen-von-Zimmern-Realschule teil. Die Tatsache, dass in Deutschland keine Schuluniformen getragen werden und viel Wert auf die Förderung der Selbständigkeit und Individualität der Schüler gelegt wird, stieß bei den japanischen Schülern auf Interesse.

Auf dem Programm standen neben einer Stadtführung in Messkirch auch die Besichtigung einer Mühle sowie eine Wanderung zur Burg Wildenstein. Das Highlight war jedoch die Übernachtung im Brigelhof, bei dem die Schüler beider Städte nach ausgiebiger Erkundung des Hofes und der Tiere im Heu schlafen durften. Die Teilnahme am Sporttag des Gymnasiums war ebenfalls ein Erlebnis für die japanischen Schüler.
Das Wochenende verbrachten die Schüler mit den jeweiligen Gastfamilien, wo sie die Möglichkeit hatten, deutsche Alltagskultur "live" zu erleben.







Beim Abschied nach acht gemeinsam verbrachten Tagen gab es viele Tränen. Für die japanischen Schüler werden die in Deutschland gemachten Erfahrungen bestimmt unvergesslich bleiben!







































Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 9/2006, Seite 10 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung



Besuch einer Delegation zum 30. Todestag Martin Heideggers (24.- 27. Mai) und Erwachsenenaustausch (24.- 31. Mai 2006)

Der 26. Mai ist der Todestag des Messkircher Ehrenbürgers Prof. Dr. Heidegger, der 1976 verstarb. Anlässlich seines 30. Todestages veranstaltete die Stadt Messkirch in Kooperation mit weiteren Institutionen eine Gedenkfeier, zu deren geladenen Gästen ebenfalls eine Delegation aus der Partnerstadt Kahoku zählte.



Angefangen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Hasatani reisten eine offizielle Delegation aus vier Personen, sowie vier Teilnehmer am Erwachsenenaustausch nach Messkirch, um an der offiziellen Andacht mit Kranzniederlegung auf dem Friedhof der Stadt teilzunehmen.
Rede des stellvertretenden Bürgermeisters Hasatani.
Am Abend des 26. Mai fanden außerdem Gedenkfeierlichkeiten in der Stadthalle statt, an denen die Besucher aus der Partnerstadt ebenfalls teilnahmen.

Die offizielle Delegation reiste nach einem viertägigen Aufenthalt wieder ab, die Teilnehmer am Erwachsenenaustausch hatten noch vier weitere Tage Gelegenheit, die Kultur Messkirchs und Deutschlands zu erleben.



Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 7/2006, Seite 2 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung



Zwanzigjähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft in Messkirch (30. September - 6. Oktober 2005)

Am 2. Oktober 2005 jährte sich der Tag der Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages zwischen Messkirch und Kahoku, bzw. der früheren Stadt Unoke, zum 20. Mal. Zu diesem Anlass reiste eine 26-köpfige Delegation unter der Leitung von Bürgermeister Aburano nach Messkirch. Für den Großteil der Teilnehmer war es der erste Besuch in Deutschland, für einige sogar die erste Auslandsreise.

Nach der Ankunft am Flughafen Zürich ging es direkt nach Messkirch, wo die Bekanntmachung mit den 13 Gastfamilien stattfand, bei denen die Reisegruppe in Zweiergruppen untergebracht war.

Als Jubiläumsgeschenk überreichten die japanischen Gäste eine Nachbildung der Kotoji-Steinlaterne, die im Kenrokuen in Kanazawa steht, einem der berühmtesten Gärten Japans. Diese wurde am Morgen des 2. Oktober im Hofgarten mit einer Rede von Bürgermeister Aburano eingeweiht. Ebenfalls eingeweiht wurde eine Gedenktafel, die als Zeichen der andauernden Freundschaft der beiden Städte neben der Tafel zum Andenken an die Entstehung der Städtepartnerschaft vor zwanzig Jahren an der Mauer zum Hofgarten angebracht wurde. Die gleiche Steintafel wurde im Vorfeld als Jubiläumsgeschenk der Stadt Messkirch nach Kahoku gesandt.






Die offizielle Jubiläumsfeier der Städtepartnerschaft fand am Abend des 2. Oktober im Schlosssaal des Messkircher Schlosses statt. Neben der Rede von Bürgermeister Aburano und anderen Festreden wurde ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten, zu dem neben der Vorführung eines modernen Tanzes durch Schüler des Martin-Heidegger-Gymnasiums auch von den Gästen aufgeführte traditionelle japanische Tänze gehörten.

Während des Besuchs wurde den japanischen Gästen ein umfangreiches Kultur- und Touristenprogramm geboten. Neben der Besichtigung mehrerer Einrichtungen in Messkirch, z.B. der St. Martins-Kirche und des Heidegger-Museums, stand auch ein deutsch-japanisches Fußballturnier auf dem Programm. Bei der Erläuterung des deutschen Schulsystems beim Besuch im Martin-Heidegger-Gymnasium blieb ein Erstaunen auf japanischer Seite nicht aus. Auch die Umgebung Messkirchs durften die japanischen Gäste erkunden. Bei einem Besuch im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck z.B. konnten die Besucher Interessantes über die Geschichte der Gegend erfahren. Auch das Donautal mit seiner landschaftlichen Schönheit sowie die Besichtigung einer Schnapsbrennerei stieß bei den japanischen Gästen auf großes Interesse. Weitere touristische Highlights waren die Ausflüge zur Blumeninsel Mainau, in den Schwarzwald und nach Heidelberg, wo sich die japanischen Gäste besonders vom Heidelberger Schloss beeindruckt zeigten.




Für die deutsche Gastfreundschaft revanchierten sich die Gäste mit einem japanischen Kulturprogramm. So wurde unter anderen eine Teezeremonie veranstaltet, bei der die japanischen Teemeisterinnen im Kimono auftraten und mit eigens aus Japan mitgebrachten Utensilien eine stilechte Teezeremonie zelebrierten, bei der traditionelle Süßigkeiten gereicht wurden.

Nach acht aufregenden Tagen in der Ferne und mit vielen Erinnerungen im Gepäck erreichte die Reisegruppe am 7. Oktober 2005 wieder ihre Heimatstadt Kahoku. Für die Bürger beider Städte wird dieser Besuch sicher unvergesslich bleiben.



Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 11/2005, Seite 2 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

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Erwachsenenaustausch von Messkirch nach Kahoku (16.- 25. Mai 2005)
Vom 16. bis zum 25. Mai stattete eine sechsköpfige Gruppe aus Messkirch im Rahmen des Erwachsenenaustausches der Partnerstadt Kahoku einen Besuch ab.

Neben einem reichhaltigen Kulturprogramm in Kahoku, das die Teilnahme an einer traditionellen Teezeremonie mit einschloss, stand auch die Besichtigung Kanazawas auf dem Programm.
















Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 6/2005, Seite 4 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

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Jugendaustausch von Messkirch nach Kahoku (15.- 22. März 2005)
Vom 15. bis 22. März 2005 besuchte erstmals seit der Entstehung Kahokus eine Schülergruppe aus Messkirch im Rahmen des Schüleraustausches die neue Stadt.

Die 17 Schüler und drei Betreuer, die in Gastfamilien untergebracht wurden, nahmen an mehreren Tagen am Unterricht der drei Mittelschulen der Partnerstadt teil.

Neben Veranstaltungen zum Kennenlernen der japanischen Kultur stand auch die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten nicht nur in Kahoku, sondern auch in benachbarten Städten sowie in Kyoto auf dem Programm.

































Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 5/2005, Seite 10 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

Japanische Zeitungsartikel in deutscher Übersetzung



Neuabschluss des Städtepartnerschaftsvertrages in Kahoku (3.- 8. Juli 2004)
Durch den Zusammenschluss der drei Städte Unoke, Takamatsu und Nanatsuka am 1. März 2004 entstand die Stadt Kahoku. Um den Städtepartnerschaftsvertrag, der 1985 zwischen Messkirch und Unoke geschlossen wurde, mit der neu entstandenen Stadt Kahoku abzuschließen, reiste eine sechsköpfige Delegation aus Messkirch unter der Leitung von Bürgermeister Arne Zwick in die japanische Partnerstadt.

Am 6. Juli 2004 fiel mit der Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrags zwischen Messkirch und Kahoku der Startschuss für viele Aktivitäten zur weiteren Stärkung der langjährigen Freundschaft.





Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Kahoku, Ausgabe 8/2004, Seite 2 (Japanische Originalversion)

Deutsche Übersetzung des Artikels im Mitteilungsblatt

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